
Jeder hat eine einzigartige Weise, die Welt wahrzunehmen. Ich möchte meine Wahrnehmungen und Perspektiven teilen - einfach weil es sich gut anfühlt, mit Worten zu tanzen und Freude zu geben.
Freudvolles, Zukunftsweisendes, Tiefsinniges, Humorvolles, Schönes, Schräges - ich mag es, mit tanzenden Worten ein Lächeln herbeizuzaubern.
Kleine Dinge, die mich erfreuen
Ich möchte Freude erleben, jeden Tag. Das bedeutet, ich lenke meine Aufmerksamkeit darauf. Was macht mir Freude? Es sind die kleinen Dinge, die mein Herz erfreuen und
ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern: die Sonne, die mich mit ihrem Licht berührt; eine Nachbarin, die mir das Haustor offen hält; die Wohnung, die mich vor Kälte, Wind und Wetter schützt; ein Lächeln, das mir jemand schenkt; ein Schluck Kaffee, den ich genieße ... Jeden Tag begebe ich mich auf Spurensuche, um Freude zu finden und zu schenken. Weil es die Welt einfach schöner macht - für mich, für andere, jetzt und in Zukunft.
Herz und Geist in ihrer eigenen Art
Intuition und Denken, Herz und Geist - zwei zentrale Kräfte, die mein Sein als Mensch bestimmen, ermöglichen, bewegen. Ich habe einen starken Geist, der das Herz oft überstrahlt. Wie oft habe ich gedacht:
Oh, dieser dominante Geist, diese elenden Gedanken, dieses Ego - immer verdrängen oder zerstören sie die Wünsche meines Herzens. Und dann gab es diesen Moment, wo die Wolken des Vorwurfs abzogen und das Licht den Blick auf die Wahrheit freilegte: Mein Geist gibt sein Bestes, um die Wünsche des Herzens zu manifestieren. Es ist kein Kampf - dies zu denken ist eine Illusion, eine Programmierung, eine Verzerrung. Die Wahrheit ist, Herz und Geist haben unterschiedliche Qualitäten und Eigenschaften. Mein Geist nimmt die Wünsche des Herzens wahr und versucht, sie in dieser Welt zu realisieren - und da wird es ziemlich komplex, denn wo das Herz einfach will, da ordnet der Geist alles, was rundherum notwendig ist, und orientiert es in diese Richtung.
Freu dich dreifach
Kürzlich habe ich ein Seminar besucht, in dem der Seminarleiter oft meinte: "Wenn es dir einmal gelingt, freu dich einfach, wenn es dir zweimal gelingt, freu dich doppelt, wenn es dir nicht gelingt, freu
dich dreifach." Äh, bitte was? Ich soll mich dreifach freuen, wenn mir etwas nicht gelingt? Ja, denn auf diese Weise habe ich etwas sehr Wertvolles erfahren: So geht es nicht. Also freue ich mich und sage mir: Auf ein Neues! Das finde ich heraus! Lernen heißt erforschen. Erforschen heißt herausfinden, was funktioniert und was nicht. Da ist es eigentlich logisch, dass ich mich nicht nur über das Gelingen freue, sondern auch über das Scheitern. Das übe ich jetzt.
Spaziergang mit Hun
Andere machen Spaziergänge mit ihrem Hund, ich spaziere mit meinem Hun. In der TCM wird mit "Hun" die Leberenergie bezeichnet, jene Energie, die alles im Körper in Bewegung hält. Wenn ich
meinen physischen Körper bewege und zum Beispiel einen Spaziergang mache, dann unterstütze ich mein Hun. Ein schöner Gedanke, der mir Freude macht. Da ich mich schlecht motivieren kann, rauszugehen und körperliche Bewegung zu machen, freue ich mich über jeden freudvollen Gedanken, der mich in Bewegung bringt. Also mache ich Spaziergänge mit meinem Hun.
Die Perspektive ändern - ein einfaches Werkzeug
Ich sehe Zäune überall - das finde ich schrecklich. Gefühle wie Ärger oder Ohnmacht steigen in mir hoch - mein Gefühl zeigt mir deutlich, dass ich "Zäune überall" nicht mag. Die Versuchung ist
groß, in diesen dunklen Gefühlen und negativen Gedanken hängen zu bleiben. Genau das mache ich nicht. Stattdessen ändere ich meine Perspektive und wende meine Gedanken bewusst in eine positive Richtung: Ich frage mich, wie ich mir eine lebensfreundliche Zukunft vorstelle - in Bezug auf den Stein des Anstoßes: Zäune. In meiner Vision der Zukunft gibt es keine Zäune, weil alle Menschen genug zum Leben haben und deshalb keine Einbrüche stattfinden. Ich sehe dieses Bild innerlich ganz klar: eine friedliche Welt ohne Zäune. Und das Wunder geschieht: Meine dunklen Gefühle sind verwandelt in Freude, weil dieses Bild so schön ist.
Meine Wahrheit, deine Wahrheit, unsere Wahrheit
Ehre deine eigene Wahrheit und respektiere die Wahrheit des anderen. Wenn etwas in deiner Welt nicht existiert bedeutet das nicht, dass es überhaupt nicht existiert. Die anderen sind nicht verpflichtet,
deine Wahrheit zu teilen. Könnte es sein, dass das Teilen einer Wahrheit in erster Linie eine Entscheidung ist? Wenn dem so ist, gibt es absolut keinen Grund, gegeneinander zu kämpfen. Jeder Einzelne wählt die Wahrheit, der er oder sie folgen möchte. Wenn wir uns einig sind, ist das in Ordnung. Wenn wir uns nicht einig sind, ist das auch in Ordnung. Die universelle Wahrheit ist jedenfalls viel zu komplex, als dass wir sie mit unserem individuellen Verstand erfassen könnten. So betrachtet ist eine Vielfalt an Wahrheiten eine große Bereicherung. Alles, was wir tun, sagen, denken und fühlen, fließt in das Ganze. Lasst uns also freundlich zu uns selbst und zu anderen sein. Denn Freundlichkeit ist etwas, das die Welt auf jeden Fall zu einem schöneren Ort macht.
Unterscheidungsvermögen
Nutze dein Unterscheidungsvermögen. So viele sprechen davon - aber was ist es? Es geht wohl um das Erkennen, Fühlen, Wissen, was wahr ist und was nicht. Das heißt, ich muss zuerst wahrnehmen und
dann unterscheiden. Ohne Wahrnehmung keine Möglichkeit zu unterscheiden. Unterscheiden kann ich nur, wenn ich mehrere Varianten zu einem Thema kenne. Das heißt, ich muss viele und unterschiedliche Wahrnehmungen zu einem Thema in mir zulassen, um zu lernen, ob und wie sie sich unterscheiden. Und dann ist da die Sache mit der Wahrheit. Was ist wahr, was nicht? Sind nicht alle Wahrheiten subjektive Perspektiven auf die absolute Wahrheit? Wenn jede Perspektive eine subjektive Wahrheit ist, nach welchen Kriterien unterscheide ich dann? Oh, oh, ich habe ein Problem. Nach dieser Logik gibt es keine objektiven Kriterien für DIE Wahrheit, sondern ich muss meine Wahrheit in mir selbst finden. Egal, wie sehr sie sich von der Wahrheit anderer Menschen unterscheidet. Kenne ich meine eigene Wahrheit? Meine eigene Wahrheit finden - wow, was für ein interessantes Forschungsprojekt.
Ich bleibe hartnäckig positiv gestimmt
Sturheit wird oft als negative Eigenschaft gesehen. Hartnäckigkeit hingegen gilt als positiv. Negative Eigenschaften möchte man am liebsten loswerden. Ich mache das anders. Ich frage mich,
welche Kraft hier am Werk ist und wie ich diese Kraft konstruktiv einsetzen kann. Denn alles dient, nichts ist wertlos. In meinen Augen sind Sturheit und Hartnäckigkeit dieselben Kräfte: Ich bleibe bei meiner Ausrichtung, auch wenn sich dabei Hindernisse in den Weg stellen. Deshalb sage ich: Ich bleibe hartnäckig positiv gestimmt - für irgendwas muss Sturheit ja gut sein.